Thesprotia heute
Die Präfektur Thesprotia liegt im Nordwesten des Landkreises Epirus, hat eine Fläche von 1.515 qkm und 46.000 Einwohner. Hauptstadt der Präfektur ist Igoumenitsa, der größte Hafen im Nordwesten Griechenlands. Die Präfektur hat acht Gemeinden und zwei Kommunen.
Thesprotia ist eine Region vornehmlich mit Gebirgen und Gebirgsreihen des westlichen Pindos, die zunehmend zum Meer hin flacher werden und längliche Ebenen, zwischen den Gebirgen, formen. Die Ebenen an den Ufern der Flüsse Kalamas und Aherontas und deren Nebenflüssen decken gerade 5% der Gesamtfläche der Präfektur. Obwohl viele der Ufer und Buchten abschüssig sind, gibt es zahlreiche kleine Buchten, die sich mit größeren abwechseln und somit eine Art Brücke von Griechenland nach Italien bilden, wie schon Polyvios erwähnte, und Thesprotia mit Recht den Namen der „Seelandschaft“, wie bereits in der Geschichte überliefert wurde, schenkt.
An der Küste und dem Landesinneren herrscht Mittelmeerklima mit mildem Winter und warmen Sommer, während das gebirgige Landesinnere ein vornehmlich epirotisches Klima hat. Thesprotia gehört zur Zone mit Mittelmeerflora, außer den hohen Bergen, wo eine Pflanzenwelt Zentraleuropas anzutreffen ist.
Die Wirtschaft der Region stützt sich hauptsächlich auf die Landwirtschaft. In den ebenen Flussmündungen des Kalamas und des Aherontas werden Zitrusfrüchte, Mais, Kleeblatt, Reis und Kiwis angebaut. Die Felder werden vom Flusswasser bewässert. An der Küste und den Ebenen des Landesinneren werden vornehmlich Oliven kultiviert.
An den Feldern entlang der Flüsse gedeiht die Viehzucht der Lämmer und Ziegen und Rinder, so wie es überliefert ist. Es gibt auch bedeutende Manufakturen und kleine Industrieunternehmen. Der Tourismus nimmt in den letzten Jahren einen bedeutenden Teil der Wirtschaft ein, genauso wie der Handel und das Transportwesen, das 1/3 der Bevölkerung beschäftigt.
Igoumenitsa ist eine bedeutende Meerespforte nach Griechenland. Die privilegierte Lage wird noch durch den Ausbau des Hafens und der Egnatia Strasse erweitert und macht Thesprotia zu einem der wichtigsten Zwischenladezentren des Vereinigten Europas.